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Unternehmensportraits

Vegan, nachhaltig, low waste – Manuela Frei von «the sage» macht’s möglich

Mindful living – so das Motto von the sage, einem Online-Shop für nachhaltige Lifestyle-Produkte, der alle Wünsche erfüllt, die das vegane und nachhaltige Herz begehrt – vom Küchenutensil über Abschminkpads bis zu Räucherstäbchen. Manuela hat sich mit ihrem Business ihren Wunsch nach Gestaltungsfreiheit erfüllt und es sich zur Aufgabe gemacht, anderen Menschen mit ihrem Angebot ihr Leben zu erleichtern. 


Liebe Manuela, hast du ein tägliches Ritual? Wenn ja, welches? 

Vielleicht nicht zu hundert Prozent täglich, aber so oft ich kann: Kurz nach dem Aufstehen gibt’s gleich einen Tee, dann zünde ich etwas getrockneten weissen Salbei an und räuchere damit mein Studio. Das gibt einen freien Kopf. Dann mache eine Runde Yoga und meditiere. Anschliessend giesse ich meinen kleinen Dschungel auf dem Balkon und geniesse die Ruhe. Für mich ist es sehr wichtig, langsam und ruhig in den Tag zu starten und etwas für mich zu sein. So bleibe ich tagsüber dann auch viel gelassener.

Wie kam es zu deiner Idee, the sage zu gründen? Gab es einen bestimmten Auslöser oder hat es sich einfach entwickelt?

Ich habe schon sehr lange mit dem Gedanken gespielt, mich mit einem solchen Onlineshop selbständig zu machen. Die konkrete Idee hat sich dann aber mit meiner persönlichen Entwicklung in Kombination mit meinem Werdegang herauskristallisiert.

Als ich vor ein paar Jahren beschlossen hatte, vegan zu leben, und mich mehr mit der Umwelt befasste, war ich für neue Produkte immer sehr lange am Recherchieren und dem Lesen von Verpackungen beschäftigt. Ich möchte das anderen Menschen abnehmen und so ihren Alltag vereinfachen.

Mir ist dabei extrem wichtig, dass ich keine Firma nach Lehrbuch führe. Ich sage immer «Ich mache die Dinge nur auf meine Weise, weil sie mir nur so Spass machen. Wenn’s klappt, ist es der Wahnsinn und wenn nicht, nun ja, könnte ich die Dinge nicht so machen, wie ich mich wohlfühle. Und das würde mich sowieso nicht zufrieden stellen.» So habe ich eigentlich schon von Anfang an das, was ich erreichen möchte.

the sage verbindet also genau die Bereiche, welche auch für mich privat sehr wichtig sind: Nachhaltigkeit, Veganismus und bewusstes Leben.

Was heisst für dich Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit bedeutet für mich Voraussicht. Also beispielsweise nicht nur die Herkunft eines Produktes anzuschauen, sondern auch darauf zu achten, wie lange es benutzt werden kann, und wohin es einmal gehen wird.

Nachhaltigkeit bedeutet immer auch, sowohl im Grossen und Ganzen zu denken als auch im Kleinen. Also global und lokal. Es ist stets ein Miteinander und Zusammenspiel vieler Faktoren.

Was sind deiner Meinung nach Dinge, die jeder ganz einfach ändern könnte, um etwas nachhaltiger zu werden?

Einfache Änderungen, die jeder ganz leicht machen kann, sind sicherlich keine Plastiktüten mehr beim Einkaufen zu benutzen, eine Mehrwegflasche für Getränke zu verwenden, öfter das Velo und den ÖV zu nehmen oder zu Fuss zu gehen, secondhand einkaufen und eine möglichst pflanzliche Ernährungsweise zu kultivieren.

Ich denke aber, als Erstes muss ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, was man persönlich an Abfall und CO2 produziert. Man darf nicht das Gefühl bekommen, man müsse gleich von null auf hundert. Nimm dir eine Sache nach der anderen vor. Das Ganze kann am Anfang etwas überwältigend sein und man denkt, man müsse tausend Sachen gleichzeitig verbessern. Nachhaltigkeit ist jedoch ein Lernprozess, das geht nicht von heute auf morgen.

Man sollte ausserdem nicht einfach losrennen und sich einen Haufen neue Dinge zulegen. Benutze erst das, was du bereits zuhause hast, und werde kreativ dabei.

Was erfüllt dich besonders an deinem Arbeitsalltag?

Dass ich den Menschen ihren eigenen Alltag vereinfachen und meinen eigenen selber gestalten darf. Weil ich alles ganz alleine mache, kann ich auch alles so arrangieren, wie ich es gerne möchte. Dadurch habe ich einen extrem abwechslungsreichen Alltag und kann Kreativität und analytisches Denken verbinden: Mal bin ich draussen am Fotografieren für Social Media, mal mache ich meine Päckli versandfertig, mal schaue ich mir die Website-Statistiken an – es wird nie langweilig! 🙂

Hast du auf deinem Weg Selbstzweifel und wie gehst du mit ihnen um?

Da gibt’s wohl selten jemanden, der die nicht hat! 🙂

Ich versuche, diese zuzulassen und herauszufinden, woher die Zweifel kommen und allenfalls mit jemandem darüber zu reden. Diese Gefühle zu ignorieren und von sich wegzuschieben bringt nichts. Da braucht man sich auch nichts schönzureden, da muss man wohl einfach durch. Ich finde jedoch, dass Selbstzweifel wichtig sein können, sie lassen einen oft neue Wege gehen und über sich hinauswachsen. Man lernt dabei viel über sich selbst.

Hast du Tipps für andere UnternehmerInnen, die sich im Bereich Nachhaltigkeit engagieren oder selbständig machen wollen? Fallen, die sie vermeiden können?

Wenn du dich selbständig machen möchtest, mach’s einfach. Ich bin ein grosser Fan von “Learning by doing”. Das heisst aber nicht, dass man sich blind draufstürzen und unüberlegt handeln sollte. Du kannst aber auch nicht nur in Büchern lesen, Erfahrung gibt’s da nicht.  Eine gute Balance ist wichtig. Wenn du dich selbständig machen möchtest, musst du auch nicht gleich deine Arbeitsstelle verlassen, du kannst dich auch langsam an dein Business herantasten und es erstmal nebenbei als Hobby führen.

Hast du spezifische Tipps für Frauen, die ein Business aufbauen wollen?

Ich persönlich hatte nie Probleme, weil ich eine Frau bin; nicht im Beruf und auch nicht als Unternehmerin. Ich finde es wichtig, dass man sich selbst nicht in eine Schublade steckt. Wenn man sich schon als speziell ansieht, weil man als Frau ein Business hat, dann wird vermutlich auch Negatives darauf projiziert. Deswegen würde ich sagen: Durchbrich alte Denkmuster und sei einfach du selbst – trau dich! 

Jetzt ist es Zeit für dein persönliches Statement – Was möchtest du der Welt mit auf den Weg geben?

Mache Dinge nicht nur so, weil sie schon immer Tradition waren und die Gesellschaft und dein Umfeld sie dir so vorleben oder vorgelebt haben, sondern hinterfrage sie und setze sie so um, wie du sie für richtig empfindest.

Neugierig geworden? Du möchtest selber vegan und nachhaltiger einkaufen, brauchst Tipps oder willst ganz einfach die Person hinter the sage kennenlernen? Dann besuche ihre Webseite und folge Ihr auf Facebook und Instagram 

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Mehr Inspirierendes über den veganen Lifestyle und nachhaltigen Businessideen findest du in diesem Beitrag über Brigitte Herde.

Du möchtest auch ein Interview geben oder brauchst Tipps rund um die Kommunikation und Strategie? Dann kontaktiere mich gerne, ich freue mich riesig!


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