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Noch einmal tief ein- und ausatmen. Nun ist es offiziell. Der erste richtige Sprung ins kalte Wasser liegt hinter mir. Ich habe eine Einzelfirma gegründet. Noch warte ich auf die letzte Bestätigung des Handelsregisteramtes, doch es wird nun konkret. Ich werde neben meiner Festanstellung mein eigenes Business im Bereich Kommunikation, Marketing und Storytelling aufbauen und in naher Zukunft nachhaltige Start-Ups dabei unterstützen, ihr volles Potenzial zu leben. Ich möchte euch auf die Reise mitnehmen und regelmässig in eigener Sache posten – um anderen zu helfen und wertvolles Feedback zu erhalten.

 

Wie man seine Vision findet – Wortheldin-Style!

Damit wir es gleich vom Tisch haben: Visionsfindung kein linearer Prozess! Als ich mir vor einiger Zeit vornahm – meinem Gerechtigkeitssinn und Idealismus zu folgend – meine Lebensgewohnheiten nachhaltiger zu gestalten, wurde mir klar: Da gibt es einige innovative GründerInnen von nachhaltigen Start-Ups. UnternehmerInnen, deren Herzensangelegenheit es ist, mit ihren Produkten und Services die Gesellschaft zum Umdenken zu bewegen und sie auf die brenzlige Situation unseres Planeten – und auf mögliche Lösungen – aufmerksam zu machen. Doch in meinem Umfeld waren diese Angebote wenig bis gar nicht bekannt.

Da formte sich erst einmal der vage Wunsch, diese Personen auf irgend eine Art zu unterstützen. So entstand auch der aktuelle Blog mit den Interviews – diese einzigartigen Geschichten mussten der Welt erzählt werden (und ich werde dies auch weiterhin tun). Gleichzeitig keimte in mir schon länger das Bedürfnis, etwas eigenes aufzubauen. Es brauchte jedoch zwei Business-Coachings, mehrere Monate Zeit, eine Flaute und einen Moment der Unaufmerksamkeit, bis sie sich vor meinen Augen formte – meine Vision! 

 

Manchmal braucht es Ablenkung, um klar zu sehen 

Ich konnte diese vagen Empfindungen lange nicht wirklich in Worte fassen. Es tauchten Bilder und Emotionen um das Thema “Gemeinsam stark sein”, “Gemeinsam die Welt retten”, “Andere befähigen” oder “Leute bekannt machen” auf. Dank der Unterstützung meiner Coaches, Jo und Manu und aktuell Joanna von Purple Rock Coaching, wurden die Umrisse immer schärfer. Bis ich eines Tages für den zweiten Sustainable Start-Up-Event eine kurze Ansprache zu meiner Person schrieb und ich verblüfft feststellte, dass ich soeben ganz zufällig meine Vision zu Papier gebracht hatte. Am Wohnzimmertisch. Ein wenig im Stress, wie immer. Voilà:

 

«Ich träume von einer Welt, in welcher nachhaltige Unternehmen in der absoluten Überzahl sind, die Marktwirtschaft bestimmen und die Gesellschaft sowie andere Unternehmen zum Umdenken bewegen. Für eine Welt mit Zukunft.»

 

Die Ansprache hielt ich übrigens nie – die Leute waren schon viel zu fleissig am Netzwerken.

Ich weiss jetzt: Die Vision ist wie ein keimendes Pflänzchen. Man sollte es zwar regelmässig wässern und zum Licht drehen. Wenn man jedoch die ganze Zeit den Keim anstarrt, hat man das Gefühl, es ginge nicht vorwärts. 

 

Hast du eine Vision? Wie lange hat es gedauert, bis du sie klar gesehen hast? Was hat dir auf dem Weg geholfen? Ich freue mich über Feedback.